KEEP PASSAU UNIQUE!

Danke für die Unterstützung Passauer Geschäfte

 

Kennt noch wer die Lurchi-Hefte von früher? Da kommen Kindheitserinnerungen auf, oder? Wir hatten nämlich mal einen Laden in der Bahnhofstraße. Manche werden sich bestimmt daran erinnern. Es war der Salamander-Laden. Das Haus gibt es heute immer noch, obwohl am vorderen Ende der Bahnhofstraße fleißig abgerissen wurde. Es ist das grüne Haus direkt am Eck zum Ludwigsplatz. Ein wirklich schönes Gebäude und eines der wenigen, die stehen bleiben durften.

 

 

Als vor zehn Jahren ein Einkaufzentrum in der Passauer Innenstadt Eröffnung feierte, waren wir dort schon ausgezogen. Wir wollten unsere Eigenständigkeit nicht verlieren und hatten das Gefühl dadurch ein Stück weit unsere Identität als echte Passauer aufzugeben. Umgeben von Ketten und Filialisten, von der Außenwelt abgetrennt in einer Atmosphäre, die versucht das zu imitieren, was nur ein paar Schritte ins Freie entfernt liegt.

 


 

In den Zeitungen war oft vom „Resch-Haus“ zu lesen, was teilweise bis heute Verwirrung stiftet. Der Name geht nämlich auf die damaligen Eigentümer zurück. Das war aber eine andere Familie Resch. Wir waren dort nur zur Miete. Ob wir verkauft hätten, hätte das Haus uns gehört? Du darfst gerne raten. Nun muss das Gebäude dafür herhalten die riesigen Dimensionen und die künstliche Ausstrahlung dieses Komplexes zu kaschieren.

 

Mit gesundem Wachstum hat das wenig zu tun

(Mit dieser Anzeige haben wir 2008 in der PNP geworben.)
(Mit dieser Anzeige haben wir 2008 in der PNP geworben.)

 

Die Stadt hatte bis zu diesem Tag im Oktober 2008 eine Einzelhandelsverkauffläche von etwa 54000 qm und mit einem Schlag kamen 21000 qm dazu - beinahe 40 Prozent mehr über Nacht. Mit gesundem Wachstum hat das wenig zu tun. Gerechtfertigt wurde dies immer mit dem riesigen Einzugsgebiet, das Passau angeblich habe. Von fast 1.200.000 Menschen ist bis heute die Rede. (Die Zahl habe ich ganz bewusst ausgeschrieben. Millionen!!!) Wenn dem wirklich so wäre, würde ich mich freuen. Tatsache ist aber, dass die Leute lieber in Städte wie Regensburg, Straubing, Linz, Landshut oder gar gleich München zum Einkaufen fahren. Außerdem zieht man mit so einem Einkaufzentrum voller Filialisten keine Auswärtigen an. Diese Läden gibt es doch in jeder Stadt. Das hat eh jeder daheim vor der Haustür. Deswegen setzt sich keiner ins Auto. 

 

Das bestätigen uns Kunden von außerhalb immer wieder - erst neulich eine Kundin aus dem Münchner Raum. Das, was sie anziehe, seien die Besonderheiten Passaus, das, was uns als Stadt einzigartig mache. Die Altstadt mit ihren tollen Bauten und charmanten Gassen. Sie gehe gerne in die kleinen Läden in den Seitenstraßen und genieße den Sonnenschein in einem der zahlreichen Cafes. Ein Einkaufzentrum brauche sie nicht. Die gleichen Läden habe sie bei sich daheim, aber auch dort gehe sie nicht hinein.

 

Warum nicht 1.000 gratis Parkplätze?

 

Passau wäre besser beraten gewesen auf dem alten Lokschuppengelände gratis Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Mehrere Hundert oder warum nicht gleich 1.000 und mehr!? Ich hätte nichts dagegen auf den Stress der Parkplatzsuche zu verzichten und Du sicher auch nicht, oder? Man hätte in die bestehenden Qualitäten der Innenstadt  investieren müssen. Es hätten sich bestimmt Ideen gefunden unsere Fußgängerzone attraktiver zu gestalten.

Meistens ist es jedoch so, dass man das, was man hat, erst dann zu schätzen weiß, wenn es nicht mehr da ist. In letzter Zeit haben viele Geschäfte in „Passaus Alter Mitte“ seine Türen für immer schließen müssen. Mit jedem Weiteren wächst der Leerstand. In den Seitenstraßen und kleinen Gassen geht es los. Wie bei einer Pflanze vertrocknen als erstes die feinen, dünnen Zweige. Die einst grünen Blätter fallen ab und übrig bleibt ein kahles Gerippe.

Erschreckend großer Leerstand! Du kennst sicher einige Läden, die schon geschlossen haben!

Wir Passauer bleiben!

 

 

Aber auch Passaus Neue Mitte hat mit Leerstand und dauernder Mieterfluktuation zu kämpfen. Ein anderes Center gegenüber des angesprochenen Komplexes, das ungefähr zeitgleich eröffnet hat, hat schon wieder geschlossen. An diesen Fakten müssen sich die damaligen Entscheidungen messen lassen. Das darf aber jeder für sich beurteilen, ob damit der Stadt Passau geholfen wurde. Die Zukunft wird zeigen, wie es weiter geht. Die großen Investoren und Filialisten ziehen einfach weiter zum nächsten Projekt. Wir Passauer bleiben!

In den nächsten Jahren kommen große Herausforderungen auf uns zu. Genau aus diesem Grund müssen wir uns bei Dir für das entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung bedanken. Wir bemühen uns stets unseren Service und unser Sortiment für Dich zu verbessern. Denn wir müssen Dich überzeugen können. So haben wir es alle selbst in der Hand unser Passau lebendig zu halten. Tragen wir unser Geld in andere Städte? Kaufen wir in Einkaufszentren? Geben wir unser Geld online multinationalen Konzernen? Oder stärken wir unsere Fußgängerzone, lokale Händler und Familienbetriebe?

 

Vielen Dank und bis bald,

Euer Josef