LONG STORY SHORT

Vom Anfang bis zum Blick in die Zukunft und so ziemlich alles, was dazwischen war!

Grüß Dich,

ich bin Josef Resch und möchte Dich herzlich willkommen heißen auf unserem Blog. Ja, genau „Dich“. Obwohl wir bei uns im Geschäft und auf unserer Website sonst das herzliche „Sie“ pflegen, möchte ich diesen Blog für eine persönlichere Ansprache nutzen. Kommentare sind ausdrücklich erwünscht! Ich bin gespannt auf Deine Meinung und freue mich auch über konstruktive Kritik. An dieser Stelle sei aber auf die allgemeine Netiquette hingewiesen. Wer über Politik, Religion oder die anderen großen Themen dieser Welt streiten möchte, muss sich eine andere Plattform suchen. Beleidigungen oder gar Verstöße gegen geltendes Recht werden nicht geduldet. Ziel ist eine angenehme, freundschaftliche Kommunikation. Wer hätte gedacht, dass ich mal schreiben werde!? Meine Deutschlehrer sicher nicht - entstanden meine größten literarischen Werke doch bisher auf Whatsapp.

 

Ich möchte hier über neueste Trends, ganz besondere Marken und persönliche Lieblingsmodelle berichten. Das große Thema sind natürlich Schuhe aller Art, aber auch unser schönes Passau soll nicht zu kurz kommen. Wir müssen uns alle von Zeit zu Zeit in Erinnerung rufen, welches Glück wir mit unserer tollen Heimat haben. 

 

 

Nicht ohne Grund haben sich damals meine Großeltern für Passau entschieden. Sie haben hier ein Unternehmen gegründet und hier ihre Existenz aufgebaut. Mein Papa war damals gerade einmal zwei Jahre alt und so wie er, wuchs auch das elterliche Schuhgeschäft. Der Mut und die harte Arbeit haben sich bezahlt gemacht. Der Laden war ein Erfolg.

 

 

 

Nach dem Tod meines Großpaps übernahm mein Papa mit tatkräftiger Unterstützung seiner Mutter und Schwester die Geschäftsleitung. Die bisherigen Räumlichkeiten im Heuwinkel wurden aber bald schon zu eng. Der Laden zog eine Station weiter, wo Du uns auch heute noch findest. Genau zu der Zeit wurde aus der Ludwigstraße eine Fußgängerzone. Sie war immerhin eine der ersten in ganz Bayern – kurz nach der Kaufingerstraße in München. Damals war auch schon meine Mama fester Bestandteil des Familienbetriebs. Meine Eltern führten das Geschäft nach dem Ausscheiden meiner Tante und dem Tod meiner Großmama gemeinsam und auch wir Kinder mussten mit anpacken. Das war aber ganz normal. Unser Schuhgeschäft war schon immer das zentrale Thema in unserer Familie.

 


 

Der größte Schock für das Unternehmen und besonders für uns privat war der überraschende Tod meines Papas. Ich war damals gerade einmal 17 Jahre alt. Er hinterließ eine unglaublich große Lücke, die wir bis heute zu schließen versuchen. Zeitweise gab es auch recht schwierige Zeiten. Meine Mama, Schwestern und das ganze Team haben hart gearbeitet und teilweise auch auf viel verzichten müssen. Wir haben aber nicht aufgegeben. Das Schuhgeschäft ist nicht nur irgendein Job, es ist unser Leben.

 

 

Es hat damals auch nicht viel geholfen, als 2008 ein riesiges Einkaufzentrum in der Innenstadt eröffnet wurde. Eine durchaus fragwürdige Entscheidung, die vor allem kleine Passauer Geschäfte vor eine große Herausforderung gestellt hat. Die ganze Geschichte erinnert mich ein bisschen an die legendäre Simpsons-Folge, in der ein spitzzüngiger Vertreter den Einwohnern Springfields eine Einschienenbahn verkauft hat. Er versprach Aufschwung und Wohlstand für Alle. Im Verlauf der Folge deckt Marge jedoch auf, dass all die Städte, die sich zuvor haben blenden lassen, bankrott gegangen sind. Denkt nur an North Haverbrook!


Nein, aber ernsthaft. Es hätte der Innenstadt viel mehr gebracht großflächig gratis Parkplätze zur Verfügung zu stellen und die Fußgängerzone attraktiver zu gestalten. In den nächsten Monaten und Jahren wird sich zeigen, wie das Ganze ausgeht. Denn bisher hat noch keine Galerie, keine Passage und auch kein Center in Passau wirklich funktioniert.

 

Das Hochwasser im Jahr 2013 war auch etwas, das ich wohl nie vergessen werde. Es hat vieles zerstört, aber auch die Möglichkeit zu einem Neuanfang gegeben. Im Nachhinein betrachtet hatten wir großes Glück. Wenn man bedenkt, dass andere Ihr Zuhause und alles Hab und Gut verloren haben, sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen. In dem Moment selbst merkt man aber erst, wie machtlos man ist. Unsere Erlebnisse im Juni 2013 werde ich aber in einem eigenen Beitrag erzählen. Dennoch möchte ich mich auch an dieser Stelle noch einmal bei allen freiwilligen Helfern bedanken!!!

 

Die größte Herausforderung der letzten und vor allem kommenden Jahre ist aber das Internet mit all seinen Chancen und Risiken. Ich möchte gar nicht von einer Bedrohung sprechen. Speziell stationären Händlern wie uns wird der digitale Wandel noch einiges an Kopfzerbrechen bereiten. Denn der eigene Online-Shop, den man ja angeblich eh ganz einfach nebenbei aufbauen könne, ist nicht die Lösung. Es geht viel mehr um Präsenz, Offenheit und Kundeninformation. Im Endeffekt bereiten wir doch alle unsere Einkäufe mehr oder weniger online vor und darauf müssen wir als Einzelhändler reagieren. Wir wollen Dir Deinen Einkauf bei uns so einfach und bequem wie nur möglich machen. Der erste Schritt ist aber auf jeden Fall schon mal dieser Blog.

 

Das soll es dann auch schon mit meinem aller ersten Eintrag gewesen sein. Ich denke Du hast jetzt eine grobe Vorstellung wer ich bin und wer hinter Deinem Schuhhaus Resch steckt. Folge uns auf Instagram! Schau bald mal wieder vorbei und hinterlasse auch einen Kommentar. Sag es, wenn Dir etwas gefällt und wenn nicht, sag es trotzdem. Das halt ich schon aus und nur so können wir besser werden.

 

 

 

 

 

Vielen Dank und bis bald,

Euer Josef